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Leistungsbereiche

Weiterbildung und Dienstleistungen

Die Angebote, Projekte und Akteure in den Bereichen Weiterbildung und Dienstleistungen sind vielfältig. Der intensive Austausch innerhalb der PHSG, mit anderen Hochschulen und der Praxis sowie die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung und fortlaufenden Professionalisierung von Lehrpersonen und Schulen.

Im Jahr 2022 wurde eine namhafte Zahl an Weiterbildungen durchgeführt. Insgesamt handelte es sich um über 300 Veranstaltungen wie Weiterbildungen und SchilW sowie Beratungen intern und extern. Ebenfalls wurden bestehende Angebote überarbeitet und ausgebaut.

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Vertiefungsangebot Beurteilung

Das Institut Weiterbildung & Beratung stellt den Schulen im Auftrag des kantonalen Amtes für Volksschule das «Vertiefungsangebot Beurteilung» zur Verfügung. Im Jahr 2022 standen die Expertinnen und Experten der PHSG an rund 70 Halbtagen innerhalb schulinterner Weiterbildungen im Einsatz. Im Rahmen der kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung wurde während 14 Halbtagen an allgemein- und fachdidaktischen Fragestellungen gearbeitet. Acht Schulen haben Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen.

Persönlichkeit und Selbstmanagement

Der Lehrberuf ist anspruchsvoll und erfordert resiliente Lehrpersonen. Die Angebotspalette «Persönlichkeit und Selbstmanagement» wurde im Hinblick auf das Jahr 2023 überarbeitet. Attraktive Kursangebote unterstützen die Lehrpersonen darin, auch in Zukunft mit Freude und Neugierde zu unterrichten. Weiterhin gibt es im Herbstsemester mit CURSOintensiv die Gelegenheit, sich über einen längeren Zeitraum von wahlweise sechs oder zehn Wochen unter fachkundiger Anleitung mit der beruflichen und privaten Situation auseinanderzusetzen und nachhaltig angeregt in das Schulzimmer zurückzukehren.

Zusatzqualifikation ZQ DaZ Deutsch als Zweitsprache

Der Weiterbildungslehrgang ZQ Deutsch als Zweitsprache (DaZ) für die Kindergarten- und Primarstufe wird seit 2008 angeboten und schloss im Jahr 2022 mit der zwanzigsten Durchführung ab. Aufgrund der hohen Nachfrage konnte der Lehrgang doppelt geführt werden. Daneben wird eine verkürzte Version – über vier Jahre laufend – als schulinterne Weiterbildung angeboten, wobei sieben Lehrpersonen die fehlenden Tage zur Zertifizierung an der PHSG besuchen. Neu können auch Interessierte der Sek I und II am Weiterbildungslehrgang teilnehmen. Dabei steht ebenfalls die Förderung des Spracherwerbs von mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen im Zentrum. Die erste Durchführung ist mit zwölf Teilnehmenden gestartet.

Der grosse Zulauf wird aufgrund einer Verschiebung der Teilnehmenden von klassischen DaZ-Förderlehrpersonen hin zu Klassenlehrpersonen sowie einer Zunahme der Heterogenität innerhalb der Schulklassen vermutet. Aufgrund dieser Entwicklungen, die sich auch mit den Evaluationen aus dem Kurswesen decken, wird zukünftig von einer stabilen oder sogar leicht steigenden Nachfrage ausgegangen.

Weiterbildungsmodule CUSTO für Lehrpersonen KV und DH

Im Rahmen der Reform 2022+ in der Berufsbildung KV und Detailhandel engagiert sich das Institut Weiterbildung & Beratung in der didaktisch-methodischen Weiterbildung der involvierten Lehrpersonen. Nach Abschluss der Kurse für die Lehrpersonen Detailhandel im Juli 2022 konnte unter dem Programmtitel CUSTO ab August 2022 mit massgeschneiderten Weiterbildungsmodulen für die Lehrpersonen KV gestartet werden. Das Weiterbildungsprogramm CUSTO besteht aus acht Ein-Tages-Modulen, die je nach Bedarf von den Schulen gebucht werden können. Die acht Module fussen auf BiVo (Bildungsverordnung) und Bipla (Bildungsplan) und decken die zur pädagogisch-didaktischen Umsetzung der Reform 2022+ relevanten Kernkompetenzen für die Lehrpersonen KV ab.

Zwischen August und November 2022 führte das Institut Weiterbildung & Beratung im Auftrag der Projektgruppe CH-Ost die Weiterbildungsmodule für die Lernpfadgestalterinnen und -gestalter an den kaufmännischen Berufsfachschulen durch. Im Oktober 2022 starteten parallel dazu die ersten Weiterbildungsmodule für die Lehrpersonen KV an verschiedenen Berufsfachschulen in der Ostschweiz. Diese werden bis Ende 2024 angeboten, damit alle interessierten Berufsfachschulen in der Projektgruppe CH-Ost die Nachqualifikation für ihre Lehrpersonen KV durchführen können.

Das Institut ICT & Medien wuchs im Jahr 2022 auf über 30 Mitarbeitende, da die Umsetzung der Teilprojekte aus der IT-Bildungsoffensive (siehe Kompetenzzentrum Digitalisierung & Bildung (KoDiBi)) weitere personelle Unterstützung erforderte. In Zusammenarbeit mit dem KoDiBi konnte das 11. Netzwerktreffen zum Thema Blended Learning erneut in hybrider Form mit über 230  Teilnehmenden aus allen Schulstufen erfolgreich durchgeführt werden.

Neue wissenschaftliche Ergebnisse generiert

Das Team des Bereichs Forschung & Entwicklung generierte in verschiedenen Projekten wissenschaftliche Ergebnisse zu folgenden Schwerpunkten:

  • Lehrpersonenbildung für die digitale Welt
  • Gelingensbedingungen für den Einsatz von Bildungstechnologien
  • Making sowie Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

Ziel des Bereichs ist es, sowohl zur theoretischen Diskussion als auch zu den praktischen Anforderungen bezüglich Lehren und Lernen in der zunehmend digital geprägten Welt beizutragen. Hierfür werden beispielsweise zusammen mit Lehrpersonen forschungsbasierte didaktische Designs zum Einsatz von Virtual-Reality-Brillen entwickelt und im Unterricht erprobt. Zudem werden innovative Lerndesigns zur Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen bei Lehrpersonen konzipiert und deren Effektivität empirisch überprüft. Erste Ergebnisse aus diesen Studien wurden bereits publiziert sowie als Beiträge an nationalen und internationalen Konferenzen (etwa AERA oder GEBF) für 2023 akzeptiert.

Blended Learning an Berufsfachschulen

Im Rahmen des Teilprojekts «Unterricht 4.0» im Schwerpunkt Berufsbildung der IT-Bildungsoffensive entwickeln und erproben verschiedene Berufsfachschulen Blended Learning-Umgebungen. Erste Ergebnisse der Begleitevaluation der Pilotprojekte sind erfolgsversprechend: Die Lernenden schätzen die Möglichkeit des selbstbestimmten Lernens. Sie übernehmen Eigenverantwortung und gestalten den eigenen Lernprozess bewusst. Die Lehrpersonen sind gegenüber den neuen Lehr-Lernkonzepten positiv eingestellt und nehmen den damit verbundenen intensiven Austausch im Team als wertvoll wahr. Entwicklungspotenzial wurde in zwei Bereichen identifiziert:

  • Die Lehrpersonen müssen das angemessene Verhältnis zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Lernphasen finden. In der Pilotphase haben sie das individuelle selbstorganisierte Lernen zu stark fokussiert.
  • Lernräume müssen vielseitig und flexibel gestaltet sein: Offene Lernräume erfordern auch Zonen für ruhiges und konzentriertes Lernen und Arbeiten.

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Die Arbeiten in den sechs Teilprojekten der IT-Bildungsoffensive (ITBO) Schwerpunkt Volksschule und Mittelschulen schreiten voran.

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«aprendo» erfolgreich gestartet

Nach mehreren Monaten intensiver Entwicklungszeit wurde im Mai 2022 die Weiterbildungsplattform aprendo erfolgreich gelauncht. Sie wird von Lehrpersonen und Schulleitungen aller Stufen des Kantons St.Gallen rege genutzt, um ihre digitalen Kompetenzen für den Einsatz im Schulalltag zu stärken. Das Projektteam blickt auf eine positive Einführung der Weiterbildungsplattform zurück. Auch die Rückmeldungen sind überwiegend positiv und betonen die Relevanz der Inhalte und die Benutzerfreundlichkeit von aprendo. Das Projektteam entwickelt die Plattform und die Inhalte laufend agil weiter.

Zahlen zur Nutzung von aprendo (Stand Mitte Dezember 2022):

8553

via zITBOx registrierte Nutzende

4808

aktive aprendo Nutzende

2069

bisherige Modulabschlüsse

9076

absolvierte Weiterbildungsstunden

Einblicke in Arbeit der Modellschulen

Im Rahmen des Modellschul-Projekts setzen sich seit Sommer 2021 die ersten drei Modellschulen Eggersriet-Grub, Sonnenhof Wil und Eschenbach mit dem Schwerpunkt Blended Learning auseinander. Das Projektteam hat die Arbeiten an den Schulen in einem Video dokumentiert. Dieses zeigt auf, an welchen Inhalten die Modellschulen konkret arbeiten und wie sie das Konzept des Blended Learning an ihren Schulen umsetzen. Die nächsten drei Modellschulen mit dem Schwerpunkt Adaptives Lernen haben im Sommer 2022 ihre Arbeit aufgenommen.

Die beteiligten Schulen teilen ihre Erkenntnisse in Form von Stories auf der zITBOx und zeigen auf, welche Erfahrungen sie in der konkreten Umsetzung der digitalen Transformation im Schulalltag machen.

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Umsetzung der Projektinitiativen an Kantonsschulen

Alle Mittelschulen des Kantons setzen Projektinitiativen um: Für die entwickelten Informatik-Module werden im vierten Jahr der FMS Pädagogik unterschiedliche Durchführungsformen an der Kantonsschule am Brühl und an der Kantonsschule Sargans erprobt. An der Kantonsschule Wil bewähren sich Quartalsprogramme mit Workshops nach dem Motto «von Lehrpersonen für Lehrpersonen», die Kantonsschule Wattwil erprobt eine Support-Plattform, die nach Projektende allen kantonalen Mittelschulen offenstehen soll, und seit Februar 2022 werden an den Kantonsschulen am Burggraben und Heerbrugg in verschiedenen Fächern Blended Learning-Sequenzen entwickelt und erprobt.

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11. Netzwerktreffen

Im November 2022 fand das 11. Netzwerktreffen des Kompetenzzentrums Digitalisierung & Bildung und des Instituts ICT & Medien der PHSG mit rund 230 Teilnehmenden virtuell und vor Ort statt. An der Tagung zum Thema «Blended Learning: Einblick in laufende Projekte» stellten verschiedene Referentinnen und Referenten aktuelle Blended Learning-Umsetzungen auf den Stufen Volksschule, Mittelschule und Berufsfachschule vor.

Mehr zum Netzwerktreffen 2022

Mehr Informationen zu den Projekten der ITBO

Das Institut Bildungsevaluation, Entwicklung und Beratung bearbeitete im Jahr 2022 eine breite Palette verschiedener Projekte.

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Tagesstrukturen in der Volksschule

Nebst verschiedenen Schul- und Projektevaluationen widmete sich das Institut Bildungsevaluation, Entwicklung und Beratung der Thematik Tagesstrukturen. Für diese Projekte wurden in der Regel im Rahmen einer Analyse der Bedarf sowie die Ansprüche der Eltern an eine schulergänzende Betreuung erhoben. Die Ergebnisse dieser Analyse bildeten die Basis für die Erstellung eines lokal passenden Tagesstruktur-Konzepts. Ergänzend wurden zum einen nationale, kantonale und teils auch kommunale Regelungen, Weisungen und Anforderungen beigezogen. Zum anderen wurden in Workshops und Diskussionsrunden Ideen der Beteiligten vor Ort abgeholt und in die Konzepterarbeitung integriert.

Weitere Projekte

  • Projektevaluation Übergang Kindergarten/1. Klasse
  • Begleitung von Schulgemeinden und Gemeinden bei der Einführung von schulergänzenden Tagesstrukturen
  • Externe Schulevaluationen (Kindergarten bis Oberstufe) mit Fokus Unterricht
  • Evaluation des obligatorischen Weiterbildungsangebots für Theologinnen und Theologen der katholischen Kirche der Deutschschweiz
  • Externe Evaluation einer Berufsbildungsschule mit Fokus Schulführung und Unterricht
  • Längsschnitterhebungen über vier Jahre für die PHSG mit Studierenden während des Studiums und nach der Berufseinführungsphase

Im Jahr 2022 konnten die fünf Regionalen Didaktischen Zentren (RDZ) vielfältige Dienstleistungen für Lehrpersonen, Schulteams, Schulleitungen und Studierende anbieten und damit in verschiedenen Bereichen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Unterricht und Schule leisten. Ebenso pflegten sie vielfältige Kooperationen mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern.

Höhepunkte waren die Eröffnung des neuen Standortes des RDZ Sargans sowie die Durchführung der internationalen Lernwerkstättentagung zum Thema «Lernwerkstätten 2030: nachhaltig, digital, divers» in Rorschach, an der Praktikerinnen und Praktiker, Dozierende an (Hochschul-)Lernwerkstätten sowie Studierende in den Austausch über theoretische Konzepte und praktische Umsetzung kamen.

Eröffnung RDZ Sargans

Lernwerkstättentagung

Nutzungszahlen im Jahr 2022

Jahr
2021
2022
Total
7803
8741
Schülerinnen und Schüler
4375
5317
Studierende
1213
1460
Lehrpersonen
617
683
Besucherinnen und Besucher
526
532
Teilnehmende Weiterbildungskurse
1072
749

Attraktive Lernarrangements

Die RDZ-Standorte haben thematisch vielfältige, für die Lernenden attraktive und unter Berücksichtigung der aktuellen didaktischen Rahmenvorgaben innovative Lernarrangements für Lehrpersonen und Studierende eröffnet und geführt:

  • RDZ Gossau: Eröffnung Mars Mission
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  • RDZ Rapperswil: Eröffnung Abenteuer Körper (LAAK)
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  • RDZ Sargans: analog + digital
  • RDZ Wattwil: KunstBAUwerkRAUM
  • RDZ Rorschach: Was ist ein guter Apfel?
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Relevant für die Ausbildung

Im Rahmen der Ausbildung haben zahlreiche Studierende die Dienstleistungen der RDZ genutzt, beispielsweise im Rahmen von Kernmodulen, Schwerpunkt- und Vertiefungsstudien, Freifächern oder Praktikumsvorbereitungen. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle der Brückenschlag zur Ausbildung im Studiengang Kindergarten- und Primarstufe. So wurde das Lernarrangement «Was ist ein guter Apfel?» im Sinne eines Theorie-Praxis-Transfers mit nahem Bezug zur BNE-Didaktik entwickelt und von den Studierenden im Rahmen des Kernmoduls «NMG – Bildung für Nachhaltige Entwicklung» besucht und reflektiert.

Vielfältige Besuchende in den RDZ

Im Jahr 2022 durften die RDZ mehrere nationale und internationale Gäste empfangen, beispielsweise: 

  • Praktikerinnen und Praktiker aus der Schullandschaft und Verantwortliche von Hochschul-Lernwerkstätten im Rahmen der internationalen Lernwerkstättentagung
  • den Hochschulrat im Lernarrangement Mars Mission (RDZ Gossau)
  • eine Delegation der PH Linz und PH Hildesheim im RDZ Rorschach
  • die Konferenz für Schulleitungen im RDZ Rapperswil

Weitere Dienstleistungen und Aktivitäten

Die RDZ haben mehrere Angebote im Auftrag von oder in Zusammenarbeit mit externen Partnern erfolgreich umsetzen können:

  • Lernbox «Toggenburg klingt gut», RDZ Wattwil (Autorenteam: Carina Felix, Thomas Boos) im Auftrag von Toggenburg Tourismus
  • Umsetzung des MINT-Projekts «Lade dein Handy erneuerbar» in Kooperation mit den Kraftwerken Buchs, dem Elektrizitätswerk Vilters-Wangs, dem NTB Buchs und der Oberstufe Sargans
  • Workshop «Smarte Textilien» in den RDZ Rapperswil und Sargans (in Kooperation mit Smartfeld)
  • Förderung der Mobilitätsaktivitäten in der Volksschule ab der 5. Klasse im Auftrag des Schulträgerverbands und des Bildungsdepartements
  • Angebote im Bereich der Begabungsförderung in Kooperation mit Schulgemeinden

Im aktuellen Schuljahr 2022/23 werden insgesamt 226 neu ins Berufsleben einsteigende Lehrpersonen in 33 regionalen Gruppen begleitet. Die konstante Zunahme von Berufseinsteigenden im Kanton St.Gallen bedingt ein stetiges Wachstum des Mentoratsteams. Für dieses Schuljahr konnten fünf neue Personen rekrutiert werden, so dass nun 28 regionale Mentorinnen und Mentoren für die PHSG tätig sind.

Die Leitung Berufseinführung Volksschule arbeitet intensiv an der Förderung der Teambildung und der Pflege des regen Austauschs. Unlängst trafen sich die regionalen Mentoratspersonen zu einer Weiterbildung mit Prof. Dr. phil. Manuela Keller-Schneider von der Pädagogischen Hochschule Zürich. Sie erforscht seit über zehn Jahren die Herausforderungen im Berufseinstieg von Lehrpersonen. Ihre Forschungsergebnisse und Erkenntnisse gründeten in zahlreichen wertvollen Impulsen für die Arbeit im regionalen Mentorat.

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